sagte ich schon, dass das mühsam ist?
am 7.3. erhalte ich die fachzeitschrift "renovieren & energiesparen" per post zugeschickt. samt abobestätigung. ich (voll motivierte neo-ak-mitarbeiterin) weiß mir selbstverständlich zu helfen und verschicke noch am 8.3. einen standardbrief des
ak-konsumentInnenschutz: "Ich wurde bezüglich des o.g. Abos unzureichend bzw unvollständig über das mir zustehende Rücktrittsrecht belehrt. Ich trete von diesem Vertrag daher gemäß § 5e Konsumentenschutzgesetz innerhalb verlängerter Frist sowie aus jedem anderen tauglichen Rechtsgrund fristgerecht zurück." ... heute lese ich auf dem heimweg von der
sektion 8-tagung folgendes mail der zuständigen aboabteilung: "Sehr geehrte Frau Tremmel, leider haben Sie kein Abo bei uns abgeschlossen. Sie erhalten die Zeitschrift als Geschenk von Frau Neumeier." ehm, ja. wenn das so ist. nochmal danke:)
wärs nicht einfacher gwesn einfach a neues haus zu bauen?
im gegensatz zu schlechten pornoplots lässt sich diese frage beim umbau eines alten bauernhauses wesentlich einfacher beantworten. jahrzehntelang wurde hier nicht nur überm stall, sondern auch unterm dach des wohnhauses heu und stroh gelagert. diesen alten heuboden wollten wir heute vormittag von strohresten befreien und säubern. in der annahme, dass es sich dabei um nur einige schaufeln/gabeln stroh handeln kann - schließlich wurde vor ca. 6 jahren das dach erneuert und seit mehr als 10 jahren waren keine tiere mehr am hof - machten wir uns mit 4 großen plastiksäcken auf zum räumen. über die schwere holzleiter ging's bestens mit staubmasken und overalls ausgerüstet unters dach. wo wir leider sehr schnell feststellen mussten: so einfach, wie wir uns das dachten, geht das wohl nicht. hier liegt nämlich wesentlich mehr stroh rum als erwartet. plus jede menge anderes zeug. also planänderung. erstmal holzstücke und co. in den hof schmeißen. dann abbruch mission heuboden. zurück zum estrich rausschlagen. küche fast fertig. mission heuboden wird demnächst erneut gestartet - das nächste mal mit direkter strohentsorgung von der dachluke aus auf den traktoranhänger.
oder: ein Tagesablauf in Firmenkontakten
10:00 - 11:00 Termin mit Zimmerei
14:42 pdf-Pläne an Zimmerei
15:01 Anfrage an Fensterfirma A
15:17 Mail mit Tür-Produktnummern an Fensterfirma B
15:25 Telefonische Terminvereinbarung mit Fensterfirma C
16:09 Telefonat mit Baufirma A
16:11 Telefonat mit Baufirma B - lehnen mangels Leistungsverzeichnis ab
16:14 Telefonat mit Baufirma C
16:18 Telefonat mit Baufirma D
16:19 Telefonat mit Baufirma E - lehnen ab mangels Komplettvergabe
16:37 Mail mit pdfs an Baufirma A
16:47 Mail mit pdfs an Baufirma C
16:51 Mail mit pdfs an Baufirma D
voraussichtlich ab 19 Uhr: Austausch mit FreundInnen, die bereits fertig sind:)
gestern noch am fm4-geburtstagsfest, heute schon auf der baumesse oberwart. mit dem ergebnis: müde. plus einem weiteren berg an produktkatalogen, firmenbroschüren und visitenkarten. am ende des tages warens 5 fensterfirmen, 2 kaminbauer/sanierer, 1 tischlerei, 1 dachdeckerei...
das optimale fitnesstraining: täglich zumindest 1 stunde den estrich im haus bearbeiten. heute stand die zukünftige küche am plan. ganz wichtig dabei zu beachten: immer aus den oberschenkeln heraus arbeiten um den rücken zu schonen. in anbetracht der tatsache, dass sich ein großteil der menschen in den industrieländern zu wenig bewegt, is so ein hausbau schon ne gute sache...
... hatten wir vieles vermutet. was wir fanden, war eine überraschung. und bietet sich damit als erster eintrag in einer neuen kategorie an. eine kategorie, die sich bei der renovierung eines altbaus einfach nicht vermeiden lässt. negativ formuliert hätte ich sie auch "fehleinschätzungen" nennen können. aber das würde einfach nicht der allgemeinen einstellung zu diesem projekt entsprechen. also überraschungen. wir waren überrascht, als wir unter dem kunststoffbelag (eine grausamkeit für sich) nicht die erhofften holzdielen fanden, sondern auf beton stießen. wir waren weiters überrascht, als wir feststellen mussten, dass es sich beim beton nicht um ein "dünns heidl" sondern ne bis zu 10 cm ausgewachsene estrichschicht handelte. darunter isolierung mit glaswolle. und was fanden wir wohl unter der glaswolle? doch noch holz? neeein. weil's so schön ist: noch eine betonschicht. bautechnisch top. abbruchtechnisch weniger optimal. diesmal glücklicherweise aber nur mehr 2-4 cm dick, vergleichsweise einfach rauszuschlagen. vorsorgliches sauna gehen konnte den muskelkater dennoch nicht verhindern. aber so ne renovierung is halt keine kinderjause. davon zeugt auch mein erstes durchgearbeitetes paar handschuhe.